Blogbeitrag zur Gesundheit von Paula Niederhofer

29. Januar 2020

Die Gesundheitsregion Passau mit all ihren Teilbereichen und Akteuren hat schon sehr viele innovative Gedanken für unsere Region hervorgebracht. Eine Übersicht bietet das Landratsamt Passau unter dem Stichwort „Gesundheitsregion“. Viele Gemeinden im Landkreis haben sich angeschlossen und bieten unterschiedliche Kurse und Veranstaltungen an. Doch nicht nur Sport und medizinische Versorgung sind für unsere Gesundheit wichtig. Wie sieht es denn mit unseren Lebensmitteln aus? Wir haben wohl so viel Auswahl an Produkten wie nie zuvor – aus allen Ländern der Welt. Aber brauchen wir wirklich Mehl, Tomatenprodukte und Apfelsaftkonzentrat aus China? Noch dazu, wenn der Ursprung der Produkte nicht mal auf der Verpackung vermerkt ist, also keine Freiwilligkeit in der Auswahl vorliegt? Legen wir den Maßstab der Nachhaltigkeit an, müssen wir diese Frage wohl verneinen. Lebensmittel, die unter völlig anderen landwirtschaftlichen Standards, undurchschaubaren Dünge- und Spritzmittelverordnungen produziert werden und über tausend Kilometer zurückgelegt haben, können nicht die Lösung sein. Dabei sind diese Produkte meist günstiger als unsere regionalen Lebensmittel. Hier sind Ideen gefragt, die auf der einen Seite unsere regionalen Produzenten unterstützen und auf der anderen Seite das Bewusstsein für die 0-Kilometer- Produkte schärfen. Die erste Wahl im Lebensmittelregal sollten regionale Lebensmittel sein. Im Rahmen des „Netzwerk Ernährung“ haben sich zum Beispiel einige Schulen im Landkreis Passau auf den Weg gemacht. In einem Modellversuch „Bio-Regio-Schule“ im Mittelschulbereich wird vor allem der Einkauf bei Direktvermarkter unterstützt. Diese Mittelschulen dürfen für den Unterricht im Fach „Soziales“ Bio- und Regio-Produkte einkaufen. Dies ist nicht selbstverständlich, denn in der Regel sollten für den Unterricht sehr günstige Lebensmittel verarbeitet werden. Herkunft spielte bisher eine eher untergeordnete Rolle. In Zeiten des Klimawandels bekommt dieses Projekt immer größere Bedeutung. Der Lehrplaninhalt der Nachhaltigkeit wird greifbar und die Folgen des Klimawandels stehen jeden Tag in der Zeitung. Dieses Modell-Projekt ist nur ein Beispiel von vielen Möglichkeiten! Gemeinsam neue Wege finden – politisch unterstützen – jetzt ist die Zeit dafür! Paula Niederhofer

Teilen