Blogbeitrag zur Mobilität von Dr. Joachim Eder

24. Februar 2020

Seit 2005 kämpft eine Gemeinde – Neuburg am Inn - gegen den LKW-Verkehr durch die engen Straßen ihrer Gemeinde. Dabei verläuft direkt daneben die Autobahn.

Vom Landratsamt und der Regierung ist keine Hilfe zu erwarten. Die Ideologie der 30er-Jahre ist fest verwurzelt: Verkehr muss fließen, freie Fahrt für alle. Dabei ist klar: es ist vorwiegend Mautausweichverkehr, was von den Spediteuren auch freimütig zugegeben wird. Grenzkontrollausweichverkehr kommt noch dazu. Auch die Bemautung der B 512 hilft nicht: das Verkehrsministerium weigert sich, eine Kontrollsäule aufzustellen. Begründung: zu teuer. Zur Zeit hat die Gemeinde Glück im Unglück: eine Brücke in Neuburg muss saniert werden, darum kann LKW-Verkehr nur einspurig fließen, was aber täglich ca. 50 – 80 LKW – mit Tendenz nach oben - nicht davon abhält, trotzdem die verbotene Richtung zu fahren. Die CSU-Mehrheit spricht sich zwar für ein Durchfahrtsverbot aus, aber wieder nur halbherzig, da alle hiesigen Spediteure ausgenommen werden, faktisch jeder zweite LKW damit freie Fahrt behält. Kontrolle ist so unmöglich. Und nicht einmal dieser Antrag findet bislang Gehör im Landratsamt.

Dr. Joachim Eder, SPD-Gemeinderat in Neuburg am Inn

Teilen