Politik für die nächste Generation - von Simon Berger

06. Februar 2020

Bereits seit meiner frühen Kindheit steckt in mir viel politische Interesse, ein Interesse das ich bei immer mehr Gleichaltrigen bemerke. Politik ist interessant, abwechslungsreich und bestimmt das tägliche Leben eines jeden von uns. Deshalb sollten auch Jugendliche sich eine eigene Meinung über Themen bilden und die Möglichkeit nutzen diese argumentativ sowie schlagkräftig auf der großen Bühne Kommunalpolitik zu vertreten. Durch meine Erfahrung in zahlreichen Gremien sehe ich mich breit dazu dieser Vertreter, das Sprachrohr der Jugendlichen, zu sein.

In Vilshofen im wunderschönen Landkreis Passau aufgewachsen, durfte ich hier eine unbeschwerte Kindheit genießen. Nun will ich meiner Heimatregion etwas zurückgeben, indem ich mich für sie und auch die Bürgerinnen und Bürger stark mache. Dabei unterstütze ich unseren Landratskandidaten Andreas Winterer, auch weil er genauso wie ich den Ausbau des ÖPNV-Netzes als wichtigen Schritt in der Entwicklung unseres Landkreises erkennt.

Auch außerhalb von größeren Städten mit funktionierenden Busnetz muss für Bürger gewährleistet sein, dass sie zum nächsten Supermarkt gelangen oder den Arzt besuchen können, auch ohne eigenen privaten PKW. In ländlicheren Gegenden stellt selbst der Weg zur nächsten Ortschaft dabei oft ein Problem dar. Durch unregelmäßige Fahrzeiten und hohe Fahrtpreise stellt der Bus kaum Anreize ihn zu nutzen. Es ist doch einfacher selbst über Abfahrtszeiten zu bestimmen, oder beim Heimweg noch andere Erledigungen mit einzubauen. Doch wo steht unser Landkreis zur Seite, wenn man über kein eigenes Auto verfügt? Für Jugendliche meines Alters darf es nicht als selbstverständlich gelten ein eigenes Auto zu besitzen. Für ältere Mitbürger darf es nicht selbstverständlich sein auf Verwandte für alltägliche Erledigungen angewiesen zu sein. Durch beispielsweise eine stündliche Taktierung von Hauptverbindungen, optimierte Wegstrecken und bezahlbare Ticketpreise muss somit eine wahre Alternative zu herkömmlichen Fortbewegungsmitteln geschaffen werden. Doch auch das etwas ins Hintertreffen geratene Rufbussystem sollte in Betracht gezogen werden. Kleinbusse könnten demnach bei Bedarf mehrere Menschen eines Dorfes, die vorab online ihre gewünschte Abfahrts- und Ankunftszeit sowie ihre Strecke buchen, einsammeln und sie zum gewünschtem Ort fahren. Diese Überlegung garantiert ebenfalls eine gewisse Flexibilität und Individualität des Systems und umgeht das oft lästige Warten auf den nächsten Bus. In Zeiten der Umweltdiskussion ist dies der erste Schritt zu einem klimaneutralen Landkreis, welcher ohne jeden Zweifel wirtschaftlich ertragbar gehalten werden muss, auch um die Zukunft nachfolgender Generationen zu schützen.

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